Hier geht's zu den Veranstaltungen für Schulklassen 2015/2016

Jugendliche möchten über Themen wie Tod und Sterben reden, Antworten bekommen, eigene Vorstellungen entwickeln. Doch das ist gar nicht so einfach: Tod und Krankheit sind immer noch Tabuthemen. Kinder und Jugendliche werden nicht zu Beerdigungen mitgenommen, von Begegnungen mit Kranken fern gehalten, ernste Gespräche werden ohne sie geführt.

Menschen, die krank werden, fühlen (sich) wie vorher. Die Krankheit ist da, stört den Alltag oder schmerzt, aber sie sind die Gleichen. Das gilt für Jeden: Man nimmt sich wahr als Mensch mit oder ohne Krankheit, Individuum mit oder ohne Geld, Mann mit heller oder dunkler Haut, doch das Gegenüber fokussiert zunächst auf das Neue, Andere oder Verstörende – zum Beispiel die Krankheit.

Wo Kinder durch einfaches Ansprechen des Neuen oder Fremden vermögen, Eis zu brechen, werden durch Schweigen Unterschiede und Realitäten zementiert. Unbeabsichtigt wird der kranke Mensch auf die Krankheit reduziert, durch Schweigen isoliert, aus dem gemeinsamen Leben geworfen und der Möglichkeit beraubt, auch mal mit anderen die vielen Veränderungen in seinem Leben zu verarbeiten – er wird zum Kranken gemacht.

Mit „Kultur am Ende“ schaffen wir Raum für die Themen Sterben, Krankheit und Tod. Raum für Gespräche, Begegnungen und Verständnis. Für Fragen an Betroffene, um Ängste und Barrieren abzubauen. Im Gespräch haben Jugendliche die Chance, Ihre Stärken zu erkennen und bekommen ganz konkrete Tipps, was kranken Kindern und Jugendlichen hilft – aus erster Hand.

Zu jeder Veranstaltungsreihe gehört eine Abendveranstaltung im Kulturzentrum Merlin und am darauffolgenden Vormittag eine Veranstaltung im Olgahospital des Klinikums Stuttgart. Mit dabei sind im Olgäle immer das Kinderpalliativteam und Betroffene oder ehemals betroffene Kinder und Jugendliche. Im Merlin werden Mitglieder aus dem Palliativ-Netz Stuttgart eingeladen, die zum Thema informieren. Die Kooperation schafft Synergien, Vernetzung und senkt die Kosten.

Unsere Ziele für 2015: drei Doppelveranstaltungsblocks mit einer Auslastung von 80% im Olgahospital und 50% im Merlin. Ferner soll eine Finanzierung der Sachkosten und der Aufbau einer Fundraisingplattform erreicht, sowie die Öffentlichkeitsarbeit (Tagesmedien, Internet; Einsatz von Printmedien prüfen) erweitert werden.

Hier geht's zu den Veranstaltungen für Schulklassen 2015/2016.